Ordnung Charadriiformes – Wat-, Alken- und Möwenvögel
Familie Scolopacidae – Schnepfen-Verwandte

173 Kampfläufer

Philomachus pugnax

E Ruff/Reeve
F Combattant varié

vogel

Kennzeichen

Gew. 180 g. Bei diesem mittelgroßen Watvogel mit meist aufrechter Körperhaltung ist das erheblich größer als das . Kennzeichnend ist die bräunliche Oberseite mit prägnantem Schuppenmuster. Die Beine sind rötlich bis grünlich, der Schnabel kurz. Das ist im Prachtkleid auffällig durch eine aufrichtbare Halskrause und Perücke in den verschiedensten Farbmustern. Die Vögel sind sehr gesellig und balzen im Frühjahr auf einer Arena, einem Gemeinschaftsbalzplatz.


Verbreitung und Lebensraum

Der Kampfläufer ist Sommervogel im nördlichen Eurasien, in Westeuropa vor allem in Skandinavien und im Küstenraum der Nordsee. In Norddeutschland ist er als Brutvogel vielerorts schon ausgestorben, nur wenige Brutstandorte sind verblieben. Er bewohnt baumarmes Feuchtland wie Sümpfe, Moore und nasse Wiesen.


Stimme

Für den Feldbeobachter ist er meist ein vollständig stummer Vogel. Die am Balzplatz äußern leise und dumpfe, teils zusammengesetzte Rufe wie »brur«. Die im Brutgebiet lassen bei Störung gequetschte oder quäkende, teilweise gereihte, relativ leise 2- bis 5-silbige Rufe wie »gögek«, »kwaor« oder gereiht »kwakaka...« hören, dazu kurz »tik tik tik...«. Am Rastplatz wurden kurze nasale Rufe wie »äd« (a R1) aufgenommen. Jungvögel rufen schriller wie »wiji«. Als Alarmruf äußert das »gwaga«, das heller »grägä« oder »gregegäk«. Nächtliche Zugrufe wie »kri«, »krü« oder »grüit«, auch wie »gaga« wurden beschrieben. Die knüpfen mit tiefen, sonoren »grogogok«-Lauten Kontakt zu den Küken, die mit »psii«-Rufen antworten.


Instrumentallaute

Aus der Nähe kann man von vorbeifliegenden Vögeln wischenden Flugschall hören. Kämpfende erzeugen kräftige Flügelschlaggeräusche.


Verwechslungsmöglichkeit

Im Gegensatz zur Vielzahl der anderen Watvögel ist diese Art meist stumm.