

400 Blauschwanz
Tarsiger cyanurus E Orange-flanked Bush-robin
F Robin à flancs roux

Kennzeichen
Gew. 14 g. Größe und Gestalt dieses östlichen Vogels entsprechen dem Rotkehlchen. Das ist oberseits dunkelblau mit leuchtend blauem Bürzel und Schulterfleck, unterseits rahmfarben mit orangefarbenen Brustseiten und Flanken. Auffallend ist ein weißbläulicher Überaugenstreif. Das , vorjährige und Jungvögel sind oberseits bräunlich mit mattblauem Bürzel und Schwanzseiten sowie orangefarbener Flanke wie das . In allen Kleidern ist ein weißes, klar abgegrenztes Kehlfeld auffallend. Der Vogel knickst wie ein Rotkehlchen, das Schwanzwippen ist nicht zitternd, sondern besteht aus Einzelbewegungen. Dazu zeigt er bei Flugintention hin und wieder ein Flügelzucken. Er ist relativ scheu und hält sich oft in dichtem Gesträuch verborgen. Er fliegt zum Beutefang und zur Bearbeitung der Beute auf den Boden hinab.
Verbreitung und Lebensraum
Der Blauschwanz ist Sommervogel des nordöstlichen Finnlands, darüber hinaus ist er in Nordrussland, Nord- und Zentralasien bis Japan verbreitet. Anscheinend ist er westwärts in Ausbreitung begriffen. Er wurde 1956 erstmals in Deutschland als Ausnahmegast nachgewiesen, seither kommt es zunehmend zu weiteren Nachweisen. Er bewohnt Nadelwälder mit oder ohne Unterwuchs und Moosschicht, bevorzugt Fichten- und Tannenbestände, auch Kiefern, er besiedelt aber auch Birkenwälder. In den Gebirgen kommt er bis in größere Höhen vor, oft an Bergbächen.
Gesang
Der Vollgesang besteht in nur ca. 1,5 s dauernden, voll klingenden und lauten Strophen wie »titi-trilih-tititi« o. ä., die gegen Ende verklingen (a G1, b G2). Zuweilen wird ein einziger Strophentyp lange Zeit in kurzen Abständen wiederholt. Ein Vogel beherrscht aber mehrere Strophentypen; die Strophen wirken recht einfach und fast monoton. Der Gesang ist auch in der Nacht zu hören, meist von einer Baumspitze aus, teils aber auch halb aus der Deckung vorgetragen.
Rufe
In Erregung äußert der Vogel ein hausrotschwanzartiges, ansteigendes, recht spitzes »fid fid« oder »fih« (c R1) mit einem tiefen »dag-dag«, auch schnell gereiht. Hinzu kommen Rufe wie »zerr« und ein gereihtes, hart-geräuschhaftes »tke-tke« oder »trak-trak«, vielleicht identisch mit dem obigen Kurzruf.

Familie Muscicapidae – Schnäpper-Verwandte
- 386 Heckensänger
- 387 Grauschnäpper
- 388 Zwergschnäpper
- 389 Trauerschnäpper
- 390 Halsbandschnäpper
- 391 Halbringschnäpper
- 392 Blaumerle
- 393 Steinrötel
- 394 Braunkehlchen
- 395 Kanarenschmätzer
- 396 Schwarzkehlchen
- 397 Pallasschwarzkehlchen
- 398 Rotkehlchen
- 399 Teneriffa-Rotkehlchen
- 400 Blauschwanz
- 401 Sprosser
- 402 Nachtigall
- 403 Rubinkehlchen
- 404 Blaukehlchen
- 405 Hausrotschwanz
- 406 Gartenrotschwanz
- 407 Isabellsteinschmätzer
- 408 Wüstensteinschmätzer
- 409 Zypernsteinschmätzer
- 410 Steinschmätzer
- 411 Maurensteinschmätzer
- 412 Balkansteinschmätzer
- 413 Nonnensteinschmätzer
- 414 Trauersteinschmätzer