Ordnung Passeriformes – Sperlingsvögel
Familie Muscicapidae – Schnäpper-Verwandte

397 Pallasschwarzkehlchen

Saxicola maurus u.a.

E Siberian Stonechat
F Tarier à croupion blanc

vogel

Kennzeichen

Gew. 15 g. Diese in mehrere Unterarten aufgeteilte Form ist nahe verwandt mit dem Schwarzkehlchen und wird erst in jüngerer Vergangenheit vorläufig als eigene Art gehandhabt. Die Unterschiede sind wenig auffällig, am ehesten noch beim : Es hat einen weit nach hinten reichenden weißen Halsseitenfleck, schwarze Unterflügeldecken und einen kleineren, orangefarbenen Brustfleck, außerdem ist der Bürzel ausgedehnt leuchtend weiß. Beim sind ein ungestreifter heller rostbeiger Bürzel und eine helle Kehle, dazu ein schwach beigeweißer Überaugenstreif und insgesamt helle Grundfärbung kennzeichnend (erinnert an das Braunkehlchen).


Verbreitung und Lebensraum

Diese Art ist Brutvogel in Nord- und Ostrussland vom westlichen Ural über die zentralasiatischen Gebirge, die Mongolei und Tibet bis zum Pazifik. Sie tritt bei uns als seltener, gebietsweise regelmäßiger Gastvogel auf, meist im Spätherbst, z. T. mit größeren Einflügen nach Mitteleuropa.


Gesang

Die Strophen des Reviergesangs lassen sich als ein knapp 2 s dauerndes schnelles Schwätzen mit kratzenden Elementen (a G1, b G2) beschreiben. Sie sind variabel, auch mit einzelnen kurzen Quetschlauten versehen. Am Ende steht manchmal ein Aufwärtsschleifer, wie mit einem Fragezeichen. Der Klangcharakter ähnelt dem Gesang des Schwarzkehlchens.


Rufe

Der Erregungsruf ist ein trockenes, kurzes, schmatzendes »tschak«, auch stimmlos »tschk« oder »ak«, in kurzen Abständen wiederholt. Dieses wird häufig kombiniert mit einem hohen, aber absinkenden »wiu«. Im Fernen Osten Russlands haben wir vom nahe dem Nest ein reibendes »tsrr-tsrr…« oder »schrr...« (c R1) gehört, wahrscheinlich Alarm höchster Intensität. Dazwischen sind höhere, aber ebenso reibende -Rufe zu hören.


Verwechslungsmöglichkeit

Der pfeifende Alarmruf »wiu« ist absinkend und nicht wie beim Schwarzkehlchen [396] ansteigend »fid«.