



003 Höckerschwan
Cygnus olor E Mute Swan
F Cygne tuberculé

Kennzeichen
Gew. 12000 g, 9500 g. Der größte heimische Schwan hat im Alterskleid ein völlig weißes Gefieder. Der Schnabel ist rötlich mit dunklem Grund und schwarzem Stirnhöcker. Die Jungvögel sind schmutzigbraun gefärbt, manche von Anfang an gleich weiß (Variante immutabilis). Der Schwanz ist lang und zugespitzt. Der lange Hals wird meist gebogen getragen und der Schnabel nach vorn gesenkt gehalten. Besonders das imponiert (auch gegenüber dem Menschen) mit über dem Rücken angehobenen Flügeln, es kämpft mit Beißen und heftigen Flügelschlägen. Der Flug ist schwerfällig und führt geradeaus. Große Individuen gehören zu den schwersten flugfähigen Vögeln. Außerhalb der Brutzeit sind sie z.T. gesellig bzw. in Familienverbänden.
Verbreitung und Lebensraum
Der Schwan ist Standvogel und Winterflüchter im nordwestlichen Europa und Teilen Asiens. Teilweise ist er bei uns stark in Vermehrung und Ausbreitung. Vielfach lebt er halbwild auf Parkteichen. Er bewohnt ansonsten vegetationsreiche Stillgewässer an der Küste und im Binnenland. Er ernährt sich vor allem von Wasserpflanzen, weidet aber auch viel auf Winterraps.
Stimme
Höckerschwäne sind entgegen einer landläufigen Meinung keineswegs stumm. Die Stimme ist aber weniger laut und wohllautend als bei den anderen Schwänen. In Erregung, vielleicht imponierend, ruft das hart, laut und variabel »hueiarr« (a R1), »aiarr«, »kiorr« oder »quiurr«. Daneben vernimmt man leises »krr-krr-krr« oder »tru-tru-truu«. Mehrsilbige ächzende Rufe des Junge führenden erklingen bei Annäherung eines fliegenden Flugfeindes, z.B. »krr-...-chh« (b R4) oder ein tiefes »chorr« (d R4). Es gibt weitere gurgelnde, schnarrende und pfeifende Laute geringer Lautstärke, jedoch laute und intensive nach der Begattung, diese mit auffallendem Ausdrucksverhalten der beiden Partner. Die Abwehr begleiten sie mit intensivem Zischen (e R2). Halbwüchsige Jungvögel pfeifen noch leise mit Kinderstimme »püi-püi...« oder »wip-wip…« (b R4), gestört rufen sie »kwiik« (c R3); sie geraten erst spät in vollständigen Stimmbruch.
Instrumentallaute
Vor der Begattung zeigen beide Partner rhythmisches Halseintauchen mit laut gurgelndem Ausatmen unter Wasser. Beim Start und beim Drohflug erfolgt anhaltendes Klatschen mit den Füßen beim Lauf über das Wasser, zugleich mit rhythmisch koordiniertem Flügelschlag (Fuß, Flügel in f IL1). Auch im Streckenflug erzeugen sie arttypischen, weit hörbaren, metallisch sausenden bis singenden rhythmischen Flugschall (g IL2); aus der Nähe ist manchmal zusätzlich rhythmisches Schnarren wie bei Gänsen hörbar. Diese beiden Typen von Flugschall fehlen beim Sing- [004] und beim Zwergschwan [005].

Familie Anatidae – Enten-Verwandte
- 001 Schwarzkopf-Ruderente
- 002 Weißkopf-Ruderente
- 003 Höckerschwan
- 004 Singschwan
- 005 Zwergschwan
- 006 Rothalsgans
- 007 Ringelgans
- 008 Kanadagans
- 009 Zwergkanadagans
- 010 Nonnengans, Weißwangengans
- 011 Schwanengans
- 012 Schneegans
- 013 Tundrasaatgans
- 014 Waldsaatgans
- 015 Kurzschnabelgans
- 016 Zwerggans
- 017 Blässgans
- 018 Graugans
- 019 Nilgans
- 020 Brandgans
- 021 Rostgans
- 022 Brautente
- 023 Mandarinente
- 024 Marmelente
- 025 Schnatterente
- 026 Pfeifente
- 027 Krickente
- 028 Stockente
- 029 Spießente
- 030 Knäkente
- 031 Löffelente
- 032 Kolbenente
- 033 Moorente
- 034 Tafelente
- 035 Reiherente
- 036 Bergente
- 037 Eiderente
- 038 Prachteiderente
- 039 Kragenente
- 040 Eisente
- 041 Trauerente
- 042 Samtente
- 043 Spatelente
- 044 Schellente
- 045 Zwergsäger
- 046 Gänsesäger
- 047 Mittelsäger