

460 Taigabirkenzeisig
Carduelis flammea E Common Redpoll
F Sizerin flammé

Kennzeichen
Gew. 13 g. Dieser kleine Finkenvogel trägt ein braun-streifiges Gefieder mit roter Stirn und schwarzem Kinnfleck; bei alten sind die Brust, Flanken und Bürzel rötlich überhaucht. Diese Form ist nächstverwandt mit dem Alpenbirkenzeisig, aber größer und mit mehr kontrastreichem Weiß. Auch die Flügelbinde ist weißlich. Die Vögel sind gesellig, sie nisten meist kolonieweise. Im Winter sind Trupps mittlerer Größe unterwegs, z. T. auch mit Alpenbirkenzeisigen und Erlenzeisigen vergesellschaftet. Nach den genetischen Distanzen sind die beiden Birkenzeisige als eine Art und zwei Unterarten anzusehen.
Verbreitung und Lebensraum
Dieser Birkenzeisig ist Stand- oder Strichvogel in der Taigazone der Alten und Neuen Welt, in Europa im nördlichen Fennoskandien und Nordrussland. Südlich und westlich schließt sich die Verbreitung des Alpenbirkenzeisigs an. Die Vögel bewohnen Nadel- oder Birken/Erlenwald. Sie ernähren sich vorwiegend von Samen von Birke, Lärche und Kiefer, die sie den Kätzchen bzw. Zapfen entnehmen oder am Boden auflesen.
Gesang
Er besteht in einer lockeren Folge von kurzen Phrasen, die teilweise an Flugrufe erinnern, teils aber auch einem schnellen Schwirren (»tschrrr« oder »dsrrl«) entsprechen (a G1, b G1). Die Phrasen setzen sich aus 2-8 oder mehr gleichartigen Elementen zusammen, die meist mit einer Wiederholfrequenz von 8-10 Hz aufeinanderfolgen. Infolge der Frequenzmodulation der Elemente ist der Klang unrein und reibend. Dies gilt auch für die gedehnten Elemente von einer halben bis 1 s Dauer, die herauf- oder herabgezogen sind. Jedes verfügt über verschiedene Phrasentypen, die im Wechsel gesungen werden. Manche Phrasen sind zweiteilig. Die Phrasen verschiedener sind meist ihrer Struktur nach unterscheidbar. Sie folgen mit einer Wiederholfrequenz von etwa 1 Hz aufeinander. Der Gesang wird zuweilen kontinuierlich. Er wird von einer Warte in einem Baum aus oder im Normalflug bzw. im Singflug mit schwirrenden Flügelschlägen vorgetragen.
Rufe
Im Flug äußern sie ein weit klingendes, mehrsilbiges »dsched-dsched-dsched« oder »quädädät«. Einzelvögel rufen häufiger, als wenn sie in der Gruppe sind. Bei Störung reagieren sie mit einem nasal hochgezogenen, einsilbigen, wiederholten »düit« (c R1), »wäid«, »wüid« oder »tsüi«. Im Familienverband rufen sie »düie« und »zip«. Darüber hinaus gibt es eine Anzahl weiterer Ruftypen, z.B. Jungvogelrufe R2.
Verwechslungsmöglichkeit
Die beiden Birkenzeisigformen sind schon nach Gestaltmerkmalen schwer zu unterscheiden. Die Lautäußerungen helfen auch nicht weiter.

Familie Fringillidae – Finkenvögel
- 439 Buchfink
- 440 Teydefink
- 441 Bergfink
- 442 Kernbeißer
- 443 Hakengimpel
- 444 Gimpel
- 445 Wüstengimpel
- 446 Karmingimpel
- 447 Girlitz
- 448 Kanarengirlitz
- 449 Bindenkreuzschnabel
- 450 Kiefernkreuzschnabel
- 451 Fichtenkreuzschnabel
- 452 Grünfink
- 453 Stieglitz
- 454 Zitronenzeisig
- 455 Korsenzeisig
- 456 Erlenzeisig
- 457 Bluthänfling
- 458 Berghänfling
- 459 Alpenbirkenzeisig
- 460 Taigabirkenzeisig