

456 Erlenzeisig
Carduelis spinus E Siskin
F Tarin des aulnes

Kennzeichen
Gew. 14 g. Bei diesem kleinen, schlanken, grünlich-gelben Finkenvogel zeichnet sich das ausgefärbte durch schwarzen Oberkopf und Kinn aus, das ist schlicht, mit Strichelung. Bürzel, Schwanzkanten und Flügelbinde sind gelb, der Schwanz ist deutlich eingebuchtet. Außerhalb der Brutzeit treten die Vögel meist in Trupps auf. Auch zur Brutzeit tendieren sie zur Geselligkeit. Bei der Nahrungssuche hängen sie sich gern an Zapfen von Lärchen und Erlen. Man vergleiche auch die in Gestalt und Verhalten ähnlichen Birkenzeisige.
Verbreitung und Lebensraum
Im Winter treten sie in ganz Europa, zur Brutzeit mehr in den nördlichen und östlichen Teilen und den Gebirgen auf. Sie brüten meist im Nadelwald. Sonst halten sie sich zur Nahrungssuche in Erlen an Fluss- und Seeufern auf. Im Winter finden sie sich zuweilen truppweise an Futterhäusern ein.
Gesang
Seiner Struktur nach ist der Gesang schnell und anhaltend schwätzend, z. T. aber auch strophig (a G1). Vielfach wird er mit den arttypischen »tüli«- oder »düih«-Rufen (c R2) eingeleitet und untermischt, gegen Ende steht ein gedehntes nasales »Knätschen« wie »dääääh« von ca. 1 s Dauer R2. Der Gesang enthält oft rhythmische Wiederholungen von Silben oder Motiven, darüber hinaus zahlreiche und gut erkennbare Fremdimitationen, z. B. Zilpzalp-Gesang. Er wird aus einer Baumkrone, gelegentlich auch im fledermausartigen Singflug vorgetragen. Im Winter beobachtet man bei sonnigem Wetter anhaltenden Gruppengesang im ruhenden Schwarm.
Rufe
Charakteristisch sind die etwas wehmütig und teils reintonig klingenden, lauten »tüli«, »düih« (c R2), »zäi« oder »uli« bzw. »tsii« (d R2), z. T. auch einsilbig wie »ih«. Im Zusammenhang mit dem Gesang treten sie erheblich variabel auf. Diesem typischen Ruf entspricht der lautmalerische russische Name »tschijh« für den Vogel. Diese Rufe sind besonders von einzeln fliegenden Vögeln zu hören, relativ weniger häufig im Trupp. Als Flugruf tritt ein kurzes trockenes »tet« auf, das beim Abflug meist trillerartig gereiht wird: »tetetet...« (b R1). In Alarmsituationen äußern sie ein hochgezogenes »düi« R3, das reintoniger und weniger variabel ist als der typische »tüli«-Ruf.

Familie Fringillidae – Finkenvögel
- 439 Buchfink
- 440 Teydefink
- 441 Bergfink
- 442 Kernbeißer
- 443 Hakengimpel
- 444 Gimpel
- 445 Wüstengimpel
- 446 Karmingimpel
- 447 Girlitz
- 448 Kanarengirlitz
- 449 Bindenkreuzschnabel
- 450 Kiefernkreuzschnabel
- 451 Fichtenkreuzschnabel
- 452 Grünfink
- 453 Stieglitz
- 454 Zitronenzeisig
- 455 Korsenzeisig
- 456 Erlenzeisig
- 457 Bluthänfling
- 458 Berghänfling
- 459 Alpenbirkenzeisig
- 460 Taigabirkenzeisig