

453 Stieglitz
Carduelis carduelis E Goldfinch
F Chardonneret élégant

Kennzeichen
Gew. 16 g. Bei diesem kleinen, sehr bunten und sozialen Finkenvogel sind und fast gleich gefärbt: eine rote Maske zieht sich um den hellen Schnabel, sonst ist die Kopfzeichnung schwarz-weiß, der Rücken braun, der Bürzel weiß; eine gelbe Binde zieht durch den schwarzen Flügel. Die Jungvögel sind bräunlich, ohne Rot am Kopf, aber mit dem gelben Flügelband. Der Flug ist kurz bogig. Die Vögel sind sehr geseIlig, sie brüten in lockeren Kolonien. Zur Nahrungssuche finden sie sich sowohl während als auch außerhalb der Brutzeit in kleinen und mittelgroßen Trupps zusammen. Sie sammeln sich an Stellen günstigen Nahrungsangebots.
Verbreitung und Lebensraum
Stieglitze sind Teilzieher. Sie brüten in ganz Europa mit Ausnahme des nördlichen Skandinaviens und überwintern in Mittel- und Südeuropa. Die Art bewohnt offenes, parkartiges Gelände, Gärten und lichten Kiefernwald. Sie ernährt sich im Sommer gern von Distelfrüchten (»Distelfink«).
Gesang
Der Gesang ist meist strophig, teils annähernd kontinuierlich (a G1, b G1). Die eilig vorgetragenen Strophen beginnen oft mit einer schnellen Folge der artkennzeichnenden »Stieglitz«-Rufe, anschließend folgen verschiedene Triller und gegen Ende gedehnte, nasal knätschende Elemente (z. B. »ziär«) ähnlich wie beim Erlenzeisig [456]. Die Strophen werden durch kurze Intervalle getrennt. Der Gesang wird in einem Baumwipfel, außerhalb der Brutzeit oft von mehreren Individuen gemeinschaftlich vorgetragen, selten im wenig ausgeprägten Singflug. Auch singen.
Rufe
Die Vögel sind sehr ruffreudig. Die häufigsten Rufformen, auch im Flug ständig zu hören, sind aus rein klingenden, sehr kurzen und schnell aneinandergereihten Elementen unterschiedlicher Tonhöhe zusammengesetzt, z. B. typisch und ansteigend »stigelít« (Name »Stieglitz«), »dudidelit« (e R1), »didelüi« (c R1), »düdit« (d R1) u. ä., bei schwacher Intensität nur ein leises »dud«. Die Partner eines Paares bevorzugen gleiche Rufformen. Außerdem gibt es ein scharfes »hidit« oder »zidid«. Bei Störung durch einen Boden- oder Luftfeind rufen sie ein nasales, hochgezogenes »wäi«, »dlüi« (f R2) o. ä., ähnlich wie bei einigen anderen Finken, aber recht tonal. Aggressive Auseinandersetzungen mit Artgenossen begleiten sie mit einem hart schnarrenden »tschrr« oder »trr«, z. T. gereiht. Flügge Jungvögel rufen ständig »di-wetwet...« oder »pi-witwitwit« R3.
Instrumentallaute
Im Abflug ist Burren zu hören.

Familie Fringillidae – Finkenvögel
- 439 Buchfink
- 440 Teydefink
- 441 Bergfink
- 442 Kernbeißer
- 443 Hakengimpel
- 444 Gimpel
- 445 Wüstengimpel
- 446 Karmingimpel
- 447 Girlitz
- 448 Kanarengirlitz
- 449 Bindenkreuzschnabel
- 450 Kiefernkreuzschnabel
- 451 Fichtenkreuzschnabel
- 452 Grünfink
- 453 Stieglitz
- 454 Zitronenzeisig
- 455 Korsenzeisig
- 456 Erlenzeisig
- 457 Bluthänfling
- 458 Berghänfling
- 459 Alpenbirkenzeisig
- 460 Taigabirkenzeisig