Ordnung Passeriformes – Sperlingsvögel
Familie Emberizidae – Ammern-Verwandte

467 Zippammer

Emberiza cia

E Rock Bunting
F Bruant fou

vogel

Kennzeichen

Gew. 24 g. Sie ist kleiner als eine Goldammer. Ihre Färbung ist warmbraun mit einem Stich ins Zimtfarbene. Kopf und Kehle des aber sind stark kontrastierend aschgrau abgesetzt, Oberkopf und Kopfseiten mit drei schwarzen Längsstreifen versehen: Scheitelseitenstreif, Augenstreif und Wangenstreif. Das ist schlichter, die Jungvögel sind gestrichelt, aber mit zimtfarbener Unterseite. Der Bürzel ist in allen Kleidern kastanienbraun ohne Streifung. In Erregung zeigen sie häufig ein ruckartiges Schwanzspreizen, sodass die weißen Schwanzkanten kurzzeitig sichtbar werden (ein verbreitetes Verhalten bei Ammern).


Verbreitung und Lebensraum

Die Art ist Sommervogel im Mittelmeergebiet, östlich bis weit nach Asien hinein. Im südlichen Mitteleuropa gibt es kleinräumige Vorkommen an felsigen, trockenwarmen Berghängen, z. B. in Weinbaugebieten, entsprechend auch in subalpinen Strauchzonen mit felsigen Matten. Die Vögel verteilen sich zur Brutzeit in oft weit entfernte und isoliert liegende, angestammte Territorien. In ihrem Revier beanspruchen sie niedrigen, lockeren Bewuchs, oft an steinigen oder felsigen Abhängen mit einzelnen Bäumen, z. B. Lärchenneuanpflanzung mit randlichen Busch- und Baumgruppen. Im Winter sind die Vögel gesellig in kleinen Trupps an günstigen Nahrungsplätzen des Brutgebietes versammelt (wie Zaunammer).


Gesang

Die rasch gesungenen, formkonstanten, auf- und abpendelnden Strophen liegen in großer Tonhöhe und klingen daher silberhell wie der Gesang der Heckenbraunelle (a G1), sind aber zarter. Diese Ähnlichkeit führt sogar zu gelegentlichem Wechselsingen zwischen Angehörigen beider Arten. Die Strophen erinnern auch etwas an Zaunkönigs-Gesang. Die Strophe beginnt mit einem kurzen »zip« oder einem gezogenen feinen Pfiff. Jedes singt mindestens zwei verschiedene Strophentypen, die vor der Verpaarung variabler und länger gestaltet werden. Der Gesang wird von erhöhter Warte aus vorgetragen, schon ab Ende Februar.


Rufe

Häufigster Ruf ist ein sehr kurzes, hohes »zip« (b R1). Daneben gibt es auch ein gedehntes »zii«, beide schwer zu lokalisieren. Die letztere Form erklingt besonders bei Störungen im Brutrevier. Eine weniger intensive Form ist ein absinkendes »ziiu«, das auch von ungestörten Vögeln und außerhalb der Brutzeit zu hören ist. Darüber hinaus rufen aufgestörte Vögel häufig im Flug einen kurzen harten Triller »trr«, der aus mindestens 4 Elementen besteht. Dieser Ruf kann nach dem Landen über Zwischenstufen (»zii trr«) wieder zu einem reinen »zii« übergehen. Aus Wintertrupps an Futterplätzen vernimmt man fast tonlose, kurze und leise Kontaktrufe.


Verwechslungsmöglichkeit

Die Gesangsstrophen erinnern an die der Heckenbraunelle [416] und anderer Arten.