Ordnung Charadriiformes – Wat-, Alken- und Möwenvögel
Familie Laridae – Möwen

206 Mittelmeermöwe

Larus michahellis

E Mediterranean Yellow-legged Gull
F Goéland leucophée

vogel

Kennzeichen

Gew. 1250 g. Früher gehörte sie mit zur Art Silbermöwe, heute ist sie eine Schwesterart. Sie ist nur wenig größer. Abweichend sind der dunklere Mantel und die gelben Füße. Es gibt auch Unterschiede in den Jugendkleidern.


Verbreitung und Lebensraum

Sie kommt an südwesteuropäischen Atlantik- und allen westlichen Mittelmeerküsten und -Inseln vor, auch entlang der Adria, im Ägäischen Meer, auf Kreta und Zypern. In Ausbreitung begriffen ist sie an Rhone, Rhein und der deutschen Nordseeküste, dazu in ganz Mitteleuropa, z. B. in der Schweiz. Sie lebt an Felsküsten, auf Fels-, Kies- und Sandinseln, an kahlen Flachküsten, in Dünen- und Feuchtgebieten, auch an Häfen und auf Dächern in Siedlungsgebieten. Eine Brutkolonie existiert auf einem Flachdach in Frankfurt/M. Mittelmeermöwen sind wie Silbermöwen Generalisten. Ihre Nahrung suchen sie außerhalb der Brutzeit außer am Meer und an Binnengewässern auch auf Feldern und Mülldeponien.


Stimme

Das bei Möwen übliche Jauchzen »kje...« (b R1) klingt gedämpfter und tiefer als bei der Silbermöwe, am Schluss verlangsamt es sich. Der Staccatoruf »gagagagaga« (c R3) erreicht eine Länge bis zu etwa 7 Elementen und fällt durch sein schnelles Tempo auf. Zu den Rufen gehören gedehnte Hauptrufe wie »kao« (a R1), »kaa«, »kau«, »quaau«, teils von zwei vorbeifliegenden Vögeln wechselnd und mit Überlappung präsentiert. Die Elemente sind gedehnt und haben Tonsprünge wie »kawau«, »kwa kwä...« oder »kwäa...« (d R2). Einen aufsteigenden Verlauf nehmen gedehnte und kreischende »kwoaaiik« und »kwaii«. Nestlinge rufen »psii«.


Verwechslungsmöglichkeit

Trotz der Unterschiede bedarf es einiger Übung, um die »weißen« Großmöwen nach der Stimme voneinander zu unterscheiden.