Ordnung Galliformes – Hühnervögel
Familie Phasianidae – Glatt- und Raufußhühner

055 Rebhuhn

Perdix perdix

Vogel des Jahres 1991

E Grey Partridge
F Perdrix grise

vogel

Kennzeichen

Gew. 380 g. Ehemals war dieses gedrungen wirkende Feldhuhn mit kurzem, rotbraunem Schwanz und runden kurzen Flügeln in offener Landschaft häufig. Stirn, Gesicht und Kehle sind orangefarben, der Vorderkörper hellgrau mit feiner Wellenzeichnung, die Flanken rostrot gebändert, die Oberseite tarnfarbig. Die Brustmitte ist mit einem dunkelbraunen, nach hinten offenen Hufeisenfleck versehen, der bei schwach entwickelt ist oder fehlt. Die Vögel sind gesellig, nur im Spätwinter und zur Fortpflanzungszeit territorial. Die Familienverbände halten lange zusammen.


Verbreitung und Lebensraum

Das Rebhuhn ist ein Standvogel in Mitteleuropa sowie im südlichen Nordeuropa und in Nordteilen der nördlichen Mittelmeerländer, es geht bis in die Steppen Asiens hinein. Viele Einbürgerungen hat es in Nordamerika gegeben. Heute noch werden die Hühner gezüchtet und für Jagdzwecke freigesetzt. Ursprünglich ein Steppenvogel, bewohnt es heute die »Kultursteppen«, d. h. Ackerland und Heidegebiete, sofern nur etwas Nahrung und Deckung und nicht zuviel Gift vorhanden sind. Die Populationen sterben regional aus infolge intensiver Landwirtschaft, ökologisch zerstörter Landschaften und immer noch durchgeführter Bejagung.


Gesang

Der Reviermarkierung dient ein hartes, mit dem Knarren einer rostigen Türangel vergleichbares »kirreck« oder »kerrrick« (a G1, b G2), das von Individuum zu Individuum etwas variiert. Es klingt auf größere Entfernung weicher und melodischer als aus der Nähe und wird in regelmäßigen kurzen Abständen wiederholt. Es ist vor allem im Spätwinter und Frühjahr zu hören, morgens vor Sonnenaufgang und abends nach Sonnenuntergang, in der Regel für jeweils eine halbe Stunde, manchmal auch noch nach Einbruch der Dunkelheit,.


Rufe

Aufgescheuchte Hühner fliegen mit schrillem »kerr-ititit...«, »gijig gig...«, »kri ti ti ti...« (c R1) und ähnlichen, allmählich verklingenden Ruffolgen ab. Nach dem Landen gehen sie häufig zum Gesang über. Rivalen jagen sich mit »err-err...« oder »wet-wet...« (e R2), aber auch gutturalen »bobobo« (d R2). Daneben verfügen sie über viele andere Rufe, auch kurze »pit pit...«. Verlassene Küken weinen kläglich piepsend, dabei in ansteigender Tonhöhe und lauter werdend »pi pi pii pii piie« (f R3).


Instrumentallaute

Der Abflug erfolgt für den Beobachter oft überraschend und erschreckend, mit hartem Flügelburren und den oben beschriebenen Ruffolgen.