

053 Fasan, Jagdfasan
Phasianus colchicus E Ring-necked Pheasant
F Faisan de Colchide

Kennzeichen
Gew. 1200 g. Fasane sind weitaus größer als ein Rebhuhn, mit auffällig langem, gestuftem Schwanz, das noch größer als das . Das Gefieder beim ist bronzebraun bis kupferrot mit schwarzen Säumen. Am flaschengrünen Kopf sitzen verlängerte Ohrfedern und eine rote häutige Gesichtsmaske. Der Hals ist bei einem Teil der mit einem weißen Ring (»Ringfasan«) verziert. Die Füße sind ohne Befiederung und tragen einen nach hinten gerichteten Sporn am Lauf. Das ist schlichter und ohne Sporn. Es gibt viele Unterarten und Zuchtformen.
Verbreitung und Lebensraum
Ursprünglich war die Art in mehreren Unterarten nur in Mittel- und Ostasien weit verbreitet. Heute ist sie in weiten Teilen der Welt durch den Menschen eingebürgert. Sie ist Jahres- und Standvogel. Die Vögel bewohnen offenes, zur Äsung geeignetes Gelände mit Deckung durch Gebüsch und Krautvegetation. Sie sind Bewohner der Kulturlandschaft. Häufig erfolgen Bestandsstützungen als Jagdwild.
Gesang
In größeren Abständen von 1-3 min bringt der Hahn am Boden ein unmelodisches, lautes »göö-gock« oder »gogock« (a G1) hervor. Dabei wird der Schwanz gestelzt und der ganze Körper aufgerichtet. Diese stimmliche Lautäußerung wird von einem Flügelburren »prrr« begleitet, das schon vorher beginnen kann, meist aber anschließt (a G1). Der Gesang ist mindestens 500 m weit zu hören. Er erklingt vor allem von Februar bis Juni, vereinzelt auch im Herbst.
Rufe
Bei unspezifischer, nicht zu starker Erregung ist vom ein oft lange Zeit und in Abständen wiederholtes, gutturales und lautes »gogok« oder »togock« (»Doppelrülpser«, b R1) zu hören, zuweilen auch einsilbig (c R3). Solche wiederholten Doppelrufe hört man von den Vögeln auch abends am Schlafplatz. Der Hahn äußert außerdem ein kombiniertes verhaltenes Locken als »gogogogok kju gaar« (e R5). Beim Abflug eines aufgescheuchten Vogels sind schnell gereihte sonore Einfach- und Doppellaute wie »gaga gare gaa...« (e R2) zu hören, die allmählich in Einzellaute ausklingen. Ein stark erschreckter Vogel kreischt zu Anfang mit sich überschlagender Stimme. Bei Aggression zwischen den Hähnen erklingen leise ratternde Rufe wie »grarr«. Das mit Jungen ruft bei Störung scharf »psit« oder "ksk" (d R4). Junge weinen hoch »piiie« (f R6), locken gedämpft »trud...« (h R7). Alte und Junge verfügen über weitere Rufe.
Instrumentallaute
Die Gesangsstrophe wird mit starkem dumpfem Flügelburren »prrr« (reduzierter Flattersprung) in hochgereckter Haltung (a G1) verbunden, und zwar vor und nach den vokalen Elementen. Lauter Flugschall ist auch bei plötzlichem Abflug zu hören.

Familie Phasianidae – Glatt- und Raufußhühner
- 048 Wachtel
- 049 Rothuhn
- 050 Steinhuhn
- 051 Chukarhuhn
- 052 Felsenhuhn
- 053 Jagdfasan
- 054 Halsbandfrankolin
- 055 Rebhuhn
- 056 Haselhuhn
- 057 Moorschneehuhn
- 058 Alpenschneehuhn
- 059 Birkhuhn
- 060 Kaukasusbirkhuhn
- 061 Auerhuhn