


050 Steinhuhn
Alectoris graeca E Rock Partridge
F Perdrix bartavelle

Kennzeichen
Gew. 620 g. Dieses gut rebhuhngroße Feldhuhn ist sehr ähnlich wie Rot- und Chukarhuhn. Schnabel und Füße sind rot, ein weißer Kehlfleck ist schwarz begrenzt, die Flanken sind bunt gebändert, die äußeren Steuerfedern sind rotbraun. Das gleicht dem . Im Unterschied zum Rothuhn ist die schwarze Begrenzung des weißen Kehlflecks zur Brust hin klar abgesetzt. Im Unterschied zum Chukarhuhn ist der Kehlfleck weiß, nicht rahmfarben. Weitere Merkmale sowie zur Frage des Artstatus siehe unter Chukarhuhn [051]. Als scheuer Bodenvogel läuft es geschickt und ausdauernd und fliegt nur dann, wenn es aufgescheucht wird, mit schrillen Rufen meist hangabwärts davon.
Verbreitung und Lebensraum
Steinhühner kommen als Jahresvögel in den Alpen, in Italien und auf dem Balkan vor. Sie sind Standvögel in den Alpen, z. T. winters in tieferen Lagen. Sie bewohnen dort steinige Steilhänge in südexponierten Hochlagen, auch lichte Nadelwälder und im Mittelmeergebiet Laubwälder. Sie bastardieren gelegentlich mit dem Rothuhn in den SW-Alpen.
Gesang
Die langen Strophen werden teils sogar kontinuierlich vorgetragen. Nach einführenden Kurzelementen wie »tsik« oder »zük« schließt sich eine sich steigernde Folge von zwei wechselnden Elementen an: »tri-wet...tri-wet« (»tek«) (a G1). Manchmal gehen dem »tek«-Element auch 2 oder 3 Kurzelemente voran wie »ka ki wet« (a G1). Daran kann sich bei höchster Intensität eine Serie schriller Krählaute anschließen wie »ka kriwä ka wet wet...« (b G2). Der Gesang klingt aus der Nähe hart und hölzern und liegt insgesamt viel höher als der des Chukarhuhns. Die Elemente sind ausgesprochen kurz, mit deutlichen Intervallen versehen. Der leise Subsong zweier Männchen klingt guttural und kontinuierlich (c G3).
Rufe
Die Rufe sind ähnlich wie beim Chukarhuhn. Plötzlich aufgejagte Vögel rufen gereiht schrill »pitschi«, anschließend verklingend »witu...«. Bei Auftauchen eines Greifvogels hört man ein gedehntes »kerrr«. In Alarmsituationen erklingt auch ein gedehntes tonales »hüüiij« (d R1). Daneben gibt es viele weitere unauffällige Lautäußerungen.
Instrumentallaute
Ein burrender Abflug ist typisch, wie bei den anderen Arten.
Verwechslungsmöglichkeit
Das Steinhuhn kommt in den SW-Alpen sympatrisch mit dem Rothuhn [049] vor. Dort gibt es gelegentlich sogar Hybride zwischen beiden Arten. Die Kräh-Elemente aus dem Gesang können von Ferne an Rufe der Samtkopf-Grasmücke [359] erinnern.

Familie Phasianidae – Glatt- und Raufußhühner
- 048 Wachtel
- 049 Rothuhn
- 050 Steinhuhn
- 051 Chukarhuhn
- 052 Felsenhuhn
- 053 Jagdfasan
- 054 Halsbandfrankolin
- 055 Rebhuhn
- 056 Haselhuhn
- 057 Moorschneehuhn
- 058 Alpenschneehuhn
- 059 Birkhuhn
- 060 Kaukasusbirkhuhn
- 061 Auerhuhn