

049 Rothuhn
Alectoris rufa E Red-Legged Partridge
F Perdrix rouge

Kennzeichen
Gew. 500 g. Das Rothuhn gehört einer Gruppe sehr ähnlicher Feldhühner an, zu denen auch das Steinhuhn [050] zählt. Oberkopf und Rücken sind jedoch braun (nicht grau). Der weiße Kehlfleck ist kleiner, das ihn begrenzende Brustband ist bauchwärts nicht klar abgesetzt, sondern läuft in eine schwarze Fleckung aus. Die Schwanzfedern sind im Abflug leuchtend brandrot. Die Vögel sind wenig gesellig, jedoch zur späten Brutzeit treten sie in Familienverbänden auf, wie bei den anderen Feldhühnern.
Verbreitung und Lebensraum
Rothühner sind Jahresvögel in Süd- und Westfrankreich sowie auf der Iberischen Halbinsel, auf Korsika und den Balearen. In Südengland und Wales sowie auf den Azoren und Madeira wurden sie eingeführt, auch auf Gran Canaria. In Mitteleuropa sind sie ausgestorben, Ansiedlungsversuche blieben erfolglos. Sie bevorzugen halboffene steinige Landschaften mit Gebüsch und offenen Flächen, wo sie sich in raschem Lauf fortbewegen können, vorzugsweise in warm-trockenen Klimagebieten. Sie bewohnen auch die Randzonen landwirtschaftlich genutzten Geländes.
Gesang
Der Gesang beginnt wetzend mit anhaltendem »wät-wät...«, etwa 3-4 pro s (b G1). Dies setzt sich zögernd mit »tek-tek...« oder »tok-tok...« fort, die sich im Tempo steigern und dann zu Kombinationen aus »tok«- und Kräh-Elementen übergehen: »tok-tok-korährähräh-korähräh«, »tok räh ... go tsche ... go tschek tschek...« (a G1) u. ä. Am Ende verklingt die Strophe. Der Gesang wird von einer Warte auf einem Stein oder am Boden vorgetragen und ist einige hundert Meter weit hörbar. Die Individuen sind am Takt und Muster des Gesangs unterscheidbar.
Rufe
Die häufigsten Rufe klingen wie »tsche«, »tschä«, »wät-wät…« in langer rhythmischer Serie (b R1), oder auch wie »tset psiä tok...« (c), wobei kürzere mit etwas längeren wetzenden Elementen verbunden sind - wie im Gesang. Diese Lautäußerung kann sich anhaltend wiederholen und erinnert zuweilen an das Geräusch einer Dampflokomotive. Offenbar gibt es auch Übergänge von Rufen zu Gesängen. Beim Nahkontakt mit dem Partner äußern sie verhaltene variable »tuk« o. ä. Bei Alarm erklingt ein verhaltenes »hüi«, auch gackernde Laute. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Rufe.
Instrumentallaute
Beim Abflug wird lautes Burren erzeugt.
Verwechslungsmöglichkeit
Die Art kommt in den SW-Alpen sympatrisch mit dem Steinhuhn [050] vor. Dort gibt es auch Hybride zwischen beiden.

Familie Phasianidae – Glatt- und Raufußhühner
- 048 Wachtel
- 049 Rothuhn
- 050 Steinhuhn
- 051 Chukarhuhn
- 052 Felsenhuhn
- 053 Jagdfasan
- 054 Halsbandfrankolin
- 055 Rebhuhn
- 056 Haselhuhn
- 057 Moorschneehuhn
- 058 Alpenschneehuhn
- 059 Birkhuhn
- 060 Kaukasusbirkhuhn
- 061 Auerhuhn