Ordnung Passeriformes – Sperlingsvögel
Familie Corvidae – Krähen-Verwandte

276 Alpenkrähe

Pyrrhocorax pyrrhocorax

E Red-billed Chough
F Crave à bec rouge

vogel

Kennzeichen

Gew. 330 g. Die Alpenkrähe ist etwas größer als die Alpendohle. Bezeichnend sind der kräftige, abwärts gebogene rote Schnabel und die ebenfalls roten Beine; bei Jungvögeln ist der Schnabel bräunlich-gelb. Das Gefieder ist schwarz, die Flügel sind breit und im Flug stark gefingert; beim stehenden Vogel überragen sie den Schwanz. Die geselligen Vögel segeln elegant, häufig in Gemeinschaft, sie beherrschen rasante Sturzflüge. Sie sind seltener und scheuer als die Alpendohle.


Verbreitung und Lebensraum

Alpenkrähen sind Jahresvögel der SW-Alpen (selten) und der Gebirge des Mittelmeergebiets einschließlich des Atlas, ostwärts bis zum Himalaya, sowie der atlantischen Felsküsten Großbritanniens und Frankreichs. Eine Teilpopulation lebt auf der Kanarischen Insel La Palma. Die Vögel bewohnen steile Felswände, besuchen aber auch Kulturland und Wälder.


Gesang

Der »Plaudergesang« enthält trillernde, geräuschhafte und zwitschernde Elemente.


Rufe

Im Flug ist ein raues, gedehntes »karr« (a R1), »kjarrr« (g), »kijerr« oder »iärr...« (b) bezeichnend, das häufig wiederholt wird, außerdem gedehnt »kraah« oder »chraah« und ein kurzes »tschaf«. Zudem gibt es weitere, teils möwenartige Rufe und auch schrille Rufformen wie »skirri« und »tschräa«. Beim Hassen auf Flugfeinde rufen sie gellend »wiu« oder »kiiarr« (c R3, f). Seltener hört man bussardartige Rufe wie »hiää« oder dohlenartige »dia« oder »kja«. Bei starker Erregung werden Rufe gereiht »ker ker ker...« oder »krrr«. Im Partnerkontakt rufen beide abwechselnd, der Wartende »kiawuit", der Ankommende im Flug »krrerr...« (e R2). Große Nestlinge rufen hell quietschend »kiirr kiirr...« (d R4) oder je nach Intensität »kijerr«.


Instrumentallaute

Im Abflug ist aus der Nähe der Flugschall zu hören (d R4).


Verwechslungsmöglichkeit

Die Alpendohle [275] hat einen gelben Schnabel und andersartige Rufe. Beide Arten kommen kaum nebeneinander in demselben Gebiet vor.