Ordnung Charadriiformes – Wat-, Alken- und Möwenvögel
Familie Sternidae – Seeschwalben

212 Weißbart-Seeschwalbe

Chlidonias hybridus

E Whiskered Tern
F Guifette moustac

vogel

Kennzeichen

Gew. 85 g. Der Vogel ähnelt mehr den eigentlichen Seeschwalben als den »Wasserschwalben«. Er hat eine schwarze Kopfkappe, durch weiße Kopf- und Halsseiten (»Bart«) von der dunkelgrauen Unterseite getrennt. Im Flug sind Unterflügel und Unterschwanz weiß. Der Schnabel ist relativ lang und hoch, im Sommer rot, der Schwanz etwas gegabelt. Die Art ernährt sich als Stoßtaucher von Wassertieren.


Verbreitung und Lebensraum

Diese Seeschwalbe ist ein lokaler Sommervogel in Südwesteuropa, tritt vereinzelt aber zunehmend als Gast in Mitteleuropa auf und hat in Deutschland in kleiner Kolonie gebrütet. Das Verbreitungsgebiet ist stark aufgesplittert. Ansonsten ist sie vom Schwarzmeergebiet über Süd- bis Ostasien verbreitet, daneben in Australien und Ostafrika. Die Vögel bewohnen flache Binnengewässer, Lagunen und Reisfelder.


Stimme

Typisch ist ein häufig wiederholtes, nasal ratterndes »krr« (a R1, R2, R3), »krä«, »krek«, »krt«, »gräb« oder »schräb«, als würde ein Kamm sehr schnell über eine Tischkante gezogen. Der Ruf erinnert etwas an eine Silbe aus dem Gesang des Wachtelkönigs. Er wird vor allem in Alarm-, aber auch in anderen Situationen benützt. Bei Aggression gegenüber nahen Artgenossen klingen die Rufe etwas gedehnt und reibend (R3 Ende). Es gibt auch längere Kombinationen wie »gégeräb«, »keke«, »gögögö« und breit anschwellend »quäik«, dazu Kurzlaute wie »ripp« und »gök«, die wahrscheinlich andere Wiedergaben des oben beschriebenen kurzen Rufs sind. Daneben bestehen weitere Rufe. Nestlinge rufen heiser »chiip« und kurz »rripp«, flügge Jungvögel hoch »tsrrii«.