


127 Würgfalke
Falco cherrug E Saker Falcon
F Faucon sacre

Kennzeichen
Gew. 850 g, 1150 g. Er ist etwas größer als ein Wanderfalke, zudem durch dunkelrotbraune Oberseite, hellen Kopf mit dunklen Streifen, schmalen Bartstreif, breitere Flügel und längeren, hell gefleckten Schwanz unterschieden. Die Unterseite ist grob fleckig. Im Flug bewegt er sich weniger rasant als der Wanderfalke. Er schlägt Beute auch am Boden, z. B. Ziesel.
Verbreitung und Lebensraum
Der Würgfalke ist Sommervogel in Südosteuropa mit kleinen Populationen vor allem im pannonischen Raum, außerdem in Kleinasien, Südrussland und Sibirien. Er jagt in Ebenen, Steppen und Halbwüsten; er ist vorwiegend Baumbrüter, teils in Auwäldern, und tritt als seltener Brutvogel in Mitteleuropa auf.
Stimme
Der Würgfalke erweist sich z. T. als wenig ruffreudig. Im Klangcharakter ist er ähnlich dem Wanderfalken, aber die Rufe sind etwas langsamer und wimmernder, nicht so heiser, z. B. hart und sich überschlagend »...krü krö kruio...« (a). Bei der Revierverteidigung ertönt ein gereihtes »kek-kek...«, z. T. auch gedehnt und je nach Erregungsgrad variabel, wie »...kwä kwii kwi«, »wii wi wii krii kriii...« (b) oder »...krär kre...« (c R1). Bei der Werbung ruft das leise und dann lauter werdend »bäck-bäck...«. Eine hölzern kreischende, auf- und absteigende Rufreihe klingt wie »tk tak tak kroorr kjüirr krijer krar«. Jungvögel rufen in Serie gedehnt »kwää...«.
Verwechslungsmöglichkeit
Der Würgfalke ist jungen Ger- und Lannerfalken ähnlich. Die Lautäußerungen sind schwerlich als Bestimmungsmerkmale verwendbar.

Familie Falconidae – Falken
- 120 Merlin
- 121 Rotfußfalke
- 122 Baumfalke
- 123 Eleonorenfalke
- 124 Wanderfalke
- 125 Gerfalke
- 126 Lannerfalke
- 127 Würgfalke
- 128 Turmfalke
- 129 Rötelfalke