

121 Rotfußfalke
Falco vespertinus E Red-footed Falcon
F Faucon kobez

Kennzeichen
Gew. 160 g. Diese Art ist etwas kleiner als ein Turmfalke, mit roten Beinen. Das alte ist schieferfarben mit rostroten oder braunroten Hosen und Unterschwanzdecken. Das hat einen hellbraunen Oberkopf, hell-rostgelbe Unterseite und einen grauen, quergebänderten Rücken. Junge sind ähnlich einem jungen Baumfalken. Sie sind Koloniebrüter, auch auf dem Zug gesellig.
Verbreitung und Lebensraum
Der Rotfußfalke tritt als Sommervogel in Osteuropa und Mittelasien bis China auf. Er bewohnt Steppen und Ebenen mit Baumreihen und Feldgehölzen. Die Brut erfolgt in alten Krähennestern, häufig in Saatkrähen-Kolonien. Unabhängig davon bildet er auch selbst Brutkolonien, wenn Nistmöglichkeiten vorhanden sind.
Stimme
Als Koloniebrüter sind die Vögel sehr ruffreudig, Einzelbrüter sind stiller. Die Rufreihen sind meist weicher als beim Turm- und beim Baumfalken, sie erinnern z. T. an Wendehals-Gesang: »gij-gij...« oder »giä-giä...«. Bei Erregung werden sie schnell gereiht »kji-kji...« (b R2) oder »qui-qui...« u. ä.. Als Steigerung am Schluss treten auch endbetonte Triller wie »trtrtrtrtr...« (a R1, mit Lahnen) auf. Das ruft meist schneller und höher als das (vgl. b). Daneben gibt es ein gedehntes Lahnen: »jiiiih...« oder »srii-srii…« (c R2) für das und »geee...« für das . Umschreibungen lauten auch wie »tschrih-trrih-trrih...« oder »djüih...«. Die Flugrufe des klingen ähnlich wie beim Baumfalken etwas wimmernd »kju kju kju...«. Größere Nestlinge rufen heiser raue »krö krö...«-Serien (d).
Verwechslungsmöglichkeit
Die Rufe können mit denen des Turmfalken [128] verwechselt werden, manche auch mit dem Gesang des Wendehalses [257].

Familie Falconidae – Falken
- 120 Merlin
- 121 Rotfußfalke
- 122 Baumfalke
- 123 Eleonorenfalke
- 124 Wanderfalke
- 125 Gerfalke
- 126 Lannerfalke
- 127 Würgfalke
- 128 Turmfalke
- 129 Rötelfalke