125 Gerfalke
Falco rusticolus E Gyrfalcon
F Faucon gerfaut
Kennzeichen
Gew. 1200 g, 1700 g. Dies ist der größte europäische Falke. Er ist heller als ein Wanderfalke, der Bartstreif fehlt. Die Färbung variiert je nach Herkunft zwischen weiß (mit dunkler Fleckung) und dunkelgrau. Die Jungvögel sind mehr bräunlich. Der Schwanz ist länger und die Flügel sind breiter und weniger spitz als beim Wanderfalken, der Flug ist langsamer. Dazu passt: Er schlägt häufig Beutetiere am Boden.
Verbreitung und Lebensraum
Der Gerfalke ist Stand- und Strichvogel des nördlichen Nordeuropas, Islands, Grönlands, Nordasiens und des arktischen Nordamerikas. Er bewohnt offenes Gelände in der Nähe von Felswänden. In Mitteleuropa ist er seltener Gast.
Stimme
Am Brutplatz ist er scheuer und anscheinend weniger ruffreudig als der Wanderfalke. Die Rufe sind tiefer und weniger schrill, sie gehen oft ineinander über. Beim Hassen auf Feinde lassen sie ein wiederholtes »kröh« oder »kra« hören. Daneben rufen sie ein hühnerartiges »kääa-kääa...« sowie ein ansteigendes Lahnen »äähi...« (b R1) oder hohe Triller »wiriri«. Die Rufserien steigern sich über gedehnte Klagelaute »kraaai...« (a), »kwooä...« zu »kwooi« und abfallend kurzen »kwo«. Die Jungvögel rufen rau »döh...« oder laut lahnend »wääh...« (c).
Verwechslungsmöglichkeit
Entsprechend der Größe sind die Lautäußerungen tiefer als beim Wanderfalken [124], viel tiefer als beim Merlin [120].
Familie Falconidae – Falken
- 120 Merlin
- 121 Rotfußfalke
- 122 Baumfalke
- 123 Eleonorenfalke
- 124 Wanderfalke
- 125 Gerfalke
- 126 Lannerfalke
- 127 Würgfalke
- 128 Turmfalke
- 129 Rötelfalke