


186 Schmarotzerraubmöwe
Stercorarius parasiticus E Arctic Skua
F Labbe parasite

Kennzeichen
Gew. 430 g. Diese Raubmöwe liegt in der Größe zwischen Spatel- und Falkenraubmöwe, sie entspricht etwa der Lachmöwe. Die Färbung ist ähnlich wie bei der Spatelraubmöwe. Helle und dunkle Phasen sowie Zwischenformen kommen nebeneinander vor, sie bilden sogar miteinander Paare. Bei Altvögeln sind die mittleren Steuerfedern verlängert, gerade und zugespitzt. Jungvögel sind schwer zu bestimmen. Die Verlängerung der mittleren Steuerfedern erreicht bei ihnen nur 1 - 3 cm, sie bilden eine doppelte Spitze. Der Vogel ist ein eleganter Flieger, schmalflügelig mit geknickten Schwingen. Er verfolgt und bedrängt Seevögel, bis sie ihre Beute ausspeien oder fallen lassen. Im Brutrevier ist der Flug manchmal langsam mit ausholenden Flügelschlägen, ähnlich einer Sumpfohreule.
Verbreitung und Lebensraum
Diese Art ist ein Sommervogel an den Küsten Skandinaviens und in der übrigen Arktis. Nichtbrüter übersommern zum Teil im Nordatlantik. Zum Überwintern finden sie sich an tropischen Küsten ein. Als Brutvögel bewohnen sie Moore und Tundren, vor allem in Küstennähe.
Stimme
Dominant ist ein möwenartiges Jauchzen aus meist 3-4 knapp zweisilbigen, rhythmisch wiederholten »gü gliä...« (a R1), »giijo« oder nasal »kelíijää«. Heulend-klagend klingen auch aufwärts schleifende »aääkjä« und »jaaäkja«, die vielleicht identisch mit partnerbezogenem, nasal quäkendem »ih-är« oder »ejäär« sind, dazu ganz kurz, anfangsbetont »gü gü ga« oder »ä je je« bzw. »qui ju ju«. Bei Störung im Brutgebiet rufen sie miauend »jäjau« oder auch »düä-dä-dä...«, beim Angriff gegen Nestfeinde weich »gö« (c R3) oder »gü«, etwa 1 Mal pro s, oder hart »tik«, meist gereiht wie »tik a tik-tik...«, beim Hassen auf Flugfeinde wie die Skua gereiht »kliä«, »kliu...« (b R2) oder deutlicher zweisilbig »kligla«. Sie verleiten am Boden mit gehobenen Flügeln und schrillem Kreischen (d R4). Die Küken im Nest rufen hell und etwas gedehnt »wii« und »wije«.
