

194 Gryllteiste
Cepphus grylle E Black Guillemot
F Guillemot à mirroir

Kennzeichen
Gew. 500 g. Diese Vögel sind viel kleiner als eine Trottellumme, nur etwas größer als ein Papageitaucher. Das Gefieder ist im Prachtkleid schwarz mit großem, ovalem weißem Armflügelfeld und weitgehend weißen Unterflügeln. Die Füße sind korallenrot, was auch beim Wegtauchen sichtbar wird. Der Schnabel ist spitz und schwarz, der Körper etwas plump. Sie fliegen mit schnellen, schwirrenden Flügelschlägen hecklastig und niedrig über das Wasser hin. Sie sind nicht so sozial wie die anderen Alken, mehr einzelgängerisch.
Verbreitung und Lebensraum
Die Gryllteiste ist ein Jahresvogel an den Küsten Skandinaviens, Schottlands, Nordirlands, Islands und Grönlands. Sie brütet zwischen Felsbrocken und in Felsspalten einzeln oder in kleinen, lockeren Kolonien in der untersten Etage der Vogelberge. Im Winter taucht sie regelmäßig in der südlichen Ostsee, selten in der Nordsee auf.
Stimme
In Anpassung an das Meeresrauschen sind die Laute insgesamt sehr hochtonig: rotkehlchenartig »ssii« oder »iib«, auch singvogelähnlich zwitschernd und schneller werdend »sibe-sibe...« (b R2), im Klang auch wie »süde-süde...« oder »düsi-düsi...«. Balzende rufen gereiht, sehr fein, pieperartig und an Grillen erinnernd »sipp-sipp-sipp...«. Dazu gibt es sehr dünne und lang gezogene, abfallende Pfiffe wie »siiiiiiüü«, »zijiih« und »siiijü« (a R1), deren Dauer 1 s überschreiten kann, auch kürzer »siip«.
Instrumentallaute
Der Flugschall beim Sichflügeln oder beim Abflug auf dem Wasser (c IL) ist hörbar.
