

184 Schwarzflügel-Brachschwalbe
Glareola nordmanni E Black-winged Pratincole
F Glaréole à ailes noires

Kennzeichen
Gew. 95 g. Diese nah verwandte Art ist oft schwer von der Rotflügel-Brachschwalbe zu unterscheiden. Aber im Flug fehlt der weiße Flügelhinterrand, die Unterflügeldecken sind schwarz, zwischen Oberflügeldecken und Handschwingen besteht nur ein geringer Kontrast. Es gibt weniger Rot an der Schnabelbasis, aber mehr Schwarz an Zügel und Stirn. Im Stehen ist der Schwanz immer deutlich kürzer als die Flügel.
Verbreitung und Lebensraum
Dieser zentralasiatische Brutvogel der Steppenzone kommt in Europa nur in Russland noch regelmäßig brütend vor, dazu vereinzelt im pannonischen Raum und in der Türkei. Meist findet man ihn in der Nähe von Steppenseen, an Salzseen, auch auf Weiden und Äckern in der Nähe von Süßwasser. Der Bestand ist stark rückläufig. Die Überwinterung findet in Ost- und Südafrika statt. In Mitteleuropa gilt die Art als Ausnahmeerscheinung.
Stimme
Die Rufe sind denen der Rotflügel-Brachschwalbe ähnlich, aber tiefer und härter. Bei geringer Erregung rufen sie zweisilbig »kirlik«, »kerrek« oder »kittick« (a R1), gesteigert wie »kikikri«, »grägägä«, »pwik-kik-kik...« oder »kirri-kirririk-kikiki«. Weiterhin wird ein tiefes, kurzes »tschrr-tschrr...« beschrieben, als Alarmruf ein rollendes »trrrrt«.
Verwechslungsmöglichkeit
Die zweisilbigen Rufe sind bezeichnend, die Vögel rufen aber nicht immer.
