Ordnung Passeriformes – Sperlingsvögel
Familie Regulidae – Goldhähnchen

364 Kanaren-Goldhähnchen

Regulus teneriffae

E Tenerife Goldcrest
F Roitelet de Ténérife

vogel

Kennzeichen

Gew. ca. 5 g. Dieses insel-endemische Goldhähnchen ist dem Wintergoldhähnchen ähnlich, aber die schwarzen Kopfseitenstreifen sind vorn zu einem Stirnband geschlossen. Die hellen Säume der Schirmfedern sind schmal, der Schnabel wirkt relativ lang, die Unterseite ist farbintensiver rostbeige getönt. Wie bei den anderen Goldhähnchenarten trägt das ein rotgoldenes Krönchen, beim ist es nur gelb, die Jungvögel sind ganz ohne diese Kopfzeichnung. Der Artstatus ist noch nicht gesichert, aber jedenfalls ist die Form näher mit dem Winter- als mit dem Sommergoldhähnchen verwandt, dessen Nachkommen als eigene Art auf Madeira leben. Das Kanaren-Goldhähnchen scheint die Inseln mehrfach besiedelt zu haben, was sich auch darin zeigt, dass auf El Hierro und La Palma eine andere Unterart als auf Teneriffa lebt. Der Gesang ist anders als bei den beiden anderen Arten.


Verbreitung und Lebensraum

Dieses Goldhähnchen ist Standvogel auf den Westinseln der Kanaren, auf Gran Canaria ist es anscheinend ausgestorben. Als Lebensraum bewohnt es sowohl Lorbeerwald mit seinen Randzonen wie Kiefernwald. Es bevorzugt jedoch Baumheide, auch für die Brut. Im Winter kann es mit Kanarenzilpzalpen, Teneriffameisen und anderen Kleinvögeln in gemischten Trupps auftreten. Auf Madeira wird es durch das mit dem Sommergoldhähnchen nahe verwandte Madeira-Goldhähnchen (Regulus madeirensis) vertreten (hier nicht besprochen).


Gesang

Er besteht in hochtonigen Strophen wie bei den anderen Goldhähnchen (a G1). Die Strophe nimmt im Verlauf an Intensität zu und dann wieder ab. Auf eine in der Tonhöhe ansteigende Eingangsphrase folgt eine zweite davon abgesetzte und etwas höhere Phrase, dann eine dritte, ungleichmäßige. Am Schluss schließt sich ein tieferer und variabler Endschnörkel an, wie beim Wintergoldhähnchen. Hier könnten auch Fremdimitationen enthalten sein. Das Gesangstempo ist so hoch, dass die Elemente für das menschliche Ohr verschmelzen können. Neben dem vollen Strophengesang gibt es Kurzstrophen (b G1), in denen auf die Eingangsphrase der Endschnörkel fast ohne Übergang folgt.


Rufe

Sie bestehen in einer strophenartigen Rufserie (c R1). Daraus können auch Einzel-Elemente gerufen werden.