Ordnung Procellariiformes – Röhrennasen
Familie Procellariidae – Sturmvögel

073a Gelbschnabel-Sturmtaucher

Puffinus (Calonectris) diomedea

E Scopoli's Shearwater
F Puffin cendré (de Scopoli)

vogel

Kennzeichen

Gew. 650 g. Diese Art ist größer als der Balearensturmtaucher (P. mauretanicus) und der Mittelmeer-Sturmtaucher (P. yelkouan, beide hier nicht behandelt), aber äußerst ähnlich dem nah verwandten Sepiasturmtaucher [073]. Die Färbung ist oberseits hellbräunlich, unterseits leuchtend weiß. Der Unterflügel ist weiß mit dunkler Umrahmung, die Handflügelbasis ebenfalls aufgehellt. Der Kopf ist graubraun, ohne schwarze Kappe. Der Schnabel ist gelblich hornfarben, mit einem dunklen Fleck nahe der Schnabelspitze. Die Vögel sind gesellig.


Verbreitung und Lebensraum

Er ist ein häufiger Sommervogel im Mittelmeerraum, brütet seltener und lokal auch an der Iberischen Atlantikküste in Portugal und an der Biskaya. Er nutzt für die Brut Höhlungen auf felsigen Inseln und an den Felsküsten.


Stimme

Auf dem Meer sind sie gewöhnlich stumm. In der Kolonie sind ihre Stimmen lautstark, besonders beim abendlichen Anflug. Der Gesang ist laut, er besteht aus gereihten Motiven, die durchdringend nasal jammernd wie »änge-änge-äääh« (a G1, b) oder »onge-onge-oooh« bei den einzelnen Individuen unterschiedlich klingen, aber häufig aus zwei kürzeren und einem längeren betonten Element zusammengesetzt sind. Insgesamt ist der Gesang eher zweisilbig getaktet, der des Sepiasturmtauchers dreisilbig. Die Elemente sind länger als beim Sepiasturmtaucher, das Gesangstempo geringer. Beim ist die Tonlage tiefer als beim . Dazu gibt es gedehnte 2- bis 3-silbige »groo-ak« oder »aau-ak«. Die Nestlinge haben schrille vibrierende Bettelrufe, der fütternde Altvogel leise dumpfe Rufe.


Verwechslungsmöglichkeit

Die Form galt bis vor einiger Zeit als artgleich mit dem atlantisch verbreiteten Sepiasturmtaucher (P. borealis). Jedoch hat der Sepiasturmtaucher einen anderen Aufbau der Gesangsmotive als diomedea: bei diomedea sind die Motive zweisilbig + 1, bei borealis dreisilbig + 1. Das kann trotz geringer genetischer Distanz als Argument für die Auftrennung der Arten gelten.